Vom Gefängnis zum lebendigen Stadtviertel: Studierende entwerfen Braunschweigs Zukunft
Admin UserVom Gefängnis zum lebendigen Stadtviertel: Studierende entwerfen Braunschweigs Zukunft
Ein ehemaliges Gefängnis in Braunschweig steht vor einer grundlegenden Umgestaltung – angeführt von Studierenden der TU Braunschweig, die dessen Zukunft neu denken. Die Stadt plant, die Justizvollzugsanstalt Rennelberg und das umliegende Gelände in ein neues urbanes Viertel zu verwandeln. Die endgültigen Entscheidungen hängen jedoch vom laufenden Verkaufsverfahren ab.
Das Projekt startete im Dezember 2018, als der Verwaltungsausschuss der Stadt einen Beschluss fasste, einen Bebauungsplan für das Areal zu erarbeiten. Seither haben Studierende des Instituts für Städtebau und Entwurfsmethodik der TU Braunschweig kreative Konzepte für die Neunutzung des Geländes entwickelt.
Drei studentische Entwürfe wurden kürzlich für ihre innovativen Visionen ausgezeichnet. Franziska Heininger und Johannes Quirin erhielten den ersten Platz mit "Von Mauern zu Gemeinschaft: Die Umgestaltung des ehemaligen Gefängnisses Rennelberg". Adriana Gens und Mareike Meier belegten den zweiten Rang mit "Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen", während Sarah Suttner López und Robert Sievert den dritten Preis für "Nachbarschaft statt Gefängnis: Gemeinschaft über Mauern" gewannen. Die Entwürfe sind noch bis zum 20. Mai im Foyer des zweiten Obergeschosses des historischen Rathauses zu sehen.
Bevor dauerhafte Veränderungen umgesetzt werden, wird das ehemalige Gefängnis vorübergehend zu einem kulturellen Zentrum. Im Juni findet auf dem Gelände das Theaterformen-Festival statt – ein temporärer, aber lebendiger Vorgeschmack auf seine mögliche Zukunft.
Die studentischen Entwürfe geben einen Ausblick darauf, was aus dem Rennelberg-Gelände werden könnte. Doch die Pläne der Stadt bleiben vorerst in der Schwebe: Entscheidende Schritte zur Neugestaltung können erst erfolgen, sobald der Verkauf des Gefängnisareals abgeschlossen ist.






