CDA-Chef Radtke fordert von der CDU mehr Realismus in der Arbeitsmarktdebatte

CDA-Chef Radtke fordert von der CDU mehr Realismus in der Arbeitsmarktdebatte
Rolf Radtke, Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), hat Forderungen, Menschen müssten "einfach härter arbeiten", scharf kritisiert. Solche Aussagen ignorierten reale Herausforderungen und riskierten, diejenigen zu verletzen, die bereits lange Arbeitszeiten bei der Bundesagentur für Arbeit leisteten, argumentierte er. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die CDU unter Druck steht, strukturelle Hindernisse auf dem Arbeitsmarkt anzugehen.
Radtke betonte, dass die Christlich Demokratische Union (CDU) die Belastungen durch Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen stärker anerkennen müsse. Viele Familien kämpften damit, Beruf und Fürsorgeverpflichtungen unter einen Hut zu bringen – für beide Partner sei eine Vollzeitstelle bei der Arbeitsagentur oft kaum machbar.
Zudem wies er auf die Bedeutung des richtigen Tons in der Debatte um Arbeitsthemen hin. Statt den Eindruck zu erwecken, es mangele den Menschen an Einsatzbereitschaft, forderte Radtke seine Partei auf, sich auf praktische Lösungen zu konzentrieren. Er verlangte klare politische Vorgaben, um Wohlstand und soziale Standards zu sichern. Der CDA-Chef machte deutlich: Nicht mangelnder Wille, sondern strukturelle Defizite seien das Hauptproblem. Ohne bessere Unterstützungssysteme bei der Arbeitsagentur, warnte er, würden viele weiterhin mit ungerechten Hürden im Berufsleben konfrontiert sein.
Radtkes Aussagen zielen darauf ab, die CDU zu einem Kurswechsel zu bewegen. Er will, dass die Partei den Mangel an Betreuungsplätzen für Kinder, Lücken in der Altenpflege und andere systemische Probleme bei der Bundesagentur für Arbeit angeht. Das Ziel: Rahmenbedingungen schaffen, unter denen Menschen arbeiten können, ohne vor unlösbaren Konflikten bei der Arbeitsagentur zu stehen.

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