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Vier Personen mit Kerzen an Tischen, eine hält ein Mikrofon, Stühle, Lautsprecher, Blumen und heilige Kreuze an der Hintergrundwand.

Heilige Drei Könige: Warum C+M+B an Türen mehr bedeutet als nur Segenswünsche

Heilige Drei Könige – ein Fest zwischen Tradition und Glaube

Heilige Drei Könige, auch Epiphanias genannt, wird jedes Jahr am 6. Januar gefeiert. Dieses christliche Fest markiert das Ende der Weihnachtszeit und erinnert an den Besuch der Heiligen Drei Könige beim neugeborenen Jesus. In Deutschland wird der Tag mit Bräuchen wie Haussegnungen und Sternsingern begangen – doch nur in drei Bundesländern gilt er als gesetzlicher Feiertag.

Das feste Datum am 6. Januar hat tiefe historische Wurzeln. Frühe westliche Christen hielten diesen Tag einst für den tatsächlichen Geburtstag Jesu. Im Laufe der Zeit vereinte das Fest zwei zentrale Ereignisse: die Ankunft der Heiligen Drei Könige und das Hochfest Epiphanie, das die Offenbarung Gottes in Jesus Christus feiert.

Einer der bekanntesten Bräuche ist das Sternsingen: Kinder und Jugendliche verkleiden sich als die Heiligen Drei Könige, ziehen von Haus zu Haus, singen Lieder und sammeln Spenden für wohltätige Zwecke. Mit gesegnetem Kreide schreiben sie die Buchstaben „C+M+B“ (für „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“) gefolgt von der aktuellen Jahreszahl über die Türen. Dieser Brauch, der vermutlich im Mittelalter entstand, wurde 1958 von der katholischen Kirche offiziell wiederbelebt. In einigen Regionen wie Schwaben und dem Allgäu gibt es eine weitere Tradition: Am Dreikönigstag wird Wasser gesegnet, das als Dreikönigswasser Schutz vor Unglück bringen soll.

Offiziell endet die Weihnachtszeit am Sonntag nach dem 6. Januar. Nächstes Jahr fällt Epiphanias auf einen Dienstag, 2027 wird das Fest wieder am 6. Januar begangen – und bleibt damit ein fester Termin im christlichen Kalender.

Heilige Drei Könige bleibt in Deutschland ein Tag von religiöser Bedeutung und lebendiger Tradition. Zwar ist der Feiertag nur in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt arbeitsfrei, doch seine Bräuche – von der Haussegnung bis zum Spendensammeln – werden bundesweit gepflegt. Als festes Datum im Jahreskreis markiert Epiphanias zuverlässig das Ende der festlichen Weihnachtszeit.