Ampelkoalition reformiert Gebäudeenergiegesetz: Was sich für Hausbesitzer ändert
Förderung bis 2029 - Wärmpumpenhersteller freut sich über neues Gesetz - Ampelkoalition reformiert Gebäudeenergiegesetz: Was sich für Hausbesitzer ändert
Die aktuelle nachrichten berichten, dass die deutsche Ampelkoalition eine grundlegende Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beschlossen hat, das nun als Gebäudemodernisierungsgesetz bekannt ist. Die am 24. Februar 2026 finalisierte Neuregelung streicht die umstrittene 65-Prozent-Erneuerbaren-Pflicht für neue Heizsysteme und behält die Fördergelder für Wärmepumpen mindestens bis 2029 bei. Die Änderungen sollen nach Jahren politischer Debatten und Unsicherheiten seit Amtsantritt der aktuellen Regierung für Klarheit sorgen.
Nach der bisherigen Regelung mussten neue Öl- und Gasheizungen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen – Bestandsanlagen waren davon ausgenommen. Das überarbeitete Gesetz erlaubt nun zwar weiterhin den Einbau neuer Öl- und Gasheizungen, schreibt aber ab 2029 einen schrittweisen Umstieg auf Biobrennstoffe vor. Staatliche Fördermittel für diese Systeme entfallen künftig.
Die Reform erfüllt damit ein zentrales Wahlkampfversprechen der Unionsparteien und hält die bestehenden Fördersätze für Wärmepumpen aufrecht. Haushalte mit niedrigem bis mittlerem Einkommen können weiterhin bis zu 70 Prozent staatliche Unterstützung erhalten – bestehend aus einer Grundförderung von 30 Prozent, einem Klimageschwindigkeitsbonus von 20 Prozent (bis 2028) sowie zusätzlichen Zuschüssen für Effizienzmaßnahmen und einkommensschwache Haushalte. Die maximale Fördersumme bleibt bei 21.000 Euro und entspricht damit dem Schema aus dem Jahr 2023.
Trotz der Neuerungen bleiben einige Details – etwa die genaue Ausgestaltung künftiger Förderprogramme – noch unklar. Diese Unsicherheit hat zu einem Run auf Wärmepumpen geführt, da Verbraucher die aktuellen Zuschüsse sichern wollen. Der führende Wärmepumpenhersteller Stiebel Eltron begrüßt zwar die Reform, warnt jedoch vor einer zu starken Bürokratisierung der Antragsverfahren. Unternehmenschef Kai Schiefelbein appellierte an die Politik, die Prozesse schlank zu halten und bei der Förderung europäische Produkte zu priorisieren.
Das überarbeitete Gesetz schafft die 65-Prozent-Erneuerbaren-Regel ab und verlängert die Wärmepumpen-Förderung bis 2029. Die bisherigen Fördersätze bleiben zwar unverändert, künftige Anpassungen sind jedoch nicht ausgeschlossen. Die Reform bringt zwar lang ersehnte Planungssicherheit, einige praktische Details müssen jedoch noch in nachfolgenden Verordnungen geklärt werden.
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