Gasbohrungen vor Borkum: Warum Klimaschützer gegen die Grünen und One-Dyas kämpfen
Gasbohrungen vor Borkum: Warum Klimaschützer gegen die Grünen und One-Dyas kämpfen
Umstrittene Gasförderung vor Borkum: Klimaschützer und Anwohner kämpfen gegen Energiekonzern
Vor der Nordseeinsel Borkum entbrennt ein erbitterter Streit um Gasbohrungen. Klimaktivisten unter Führung der 21-jährigen Fridays-for-Future-Aktivistin Nele Evers setzen Politiker unter Druck, das umstrittene Projekt zu stoppen. Im Mittelpunkt steht das Gasfeld N05-A, ein 20 Kilometer langer Meeresbodenabschnitt, der sich Deutschland und die Niederlande teilen.
Der Konflikt stellt Anwohner und Umweltschützer gegen den Energiekonzern One-Dyas, der bereits mit der grüne Förderung begonnen hat. Da die Produktion läuft und ein Liefervertrag mit dem deutschen Versorger EWE unterzeichnet wurde, sehen Gegner die anstehende Abstimmung im Bundesrat als letzte Chance, das Vorhaben noch zu stoppen.
Das N05-A-Feld liegt direkt vor Borkum, wo die Bohrplattform von One-Dyas vom Ufer aus deutlich zu sehen ist. Kritiker warnen, das Projekt gefährde das empfindliche Ökosystem des Wattenmeers und die vom Tourismus abhängige Wirtschaft der Insel. Zudem halten sie es für absurd, Windenergie für die Förderung fossiler Brennstoffe zu nutzen – und damit die grüne Wende Deutschlands zu untergraben.
Die Grünen haben angekündigt, das "Unitization-Abkommen" im Bundesrat abzulehnen. Sieben ihrer Umweltminister sprechen sich gegen den Deal aus. Doch ob die nötige Mehrheit zustande kommt, ist ungewiss. Für eine Blockade sind 35 Nein-Stimmen oder Enthaltungen erforderlich; grüne geführte Bundesländer verfügen derzeit über 32. Mögliche Verluste in Rheinland-Pfalz (4 Stimmen) und Baden-Württemberg (6 Stimmen) könnten die Rechnung jedoch zunichtemachen. Die drei Stimmen der Linken aus Mecklenburg-Vorpommern könnten den Ausschlag geben.
Nele Evers, die die Proteste auf Borkum anführt, warnt, eine Zustimmung zum Abkommen würde die Glaubwürdigkeit der Grünen beschädigen. Das Wirtschaftsministerium betont indes, die Vereinbarung sei auf Regierungsebene bereits besiegelt – der Bundesrat sei die letzte Hürde. One-Dyas vermarktet das Gas als "umweltfreundlich", da die Emissionen niedriger seien als bei US-Flüssiggas. Aktivisten werfen dem Konzern jedoch Greenwashing vor.
Für die Bewohner Borkums ist der Kampf längst zum Symbol geworden. Die Insel, bekannt für ihre Projekte im Bereich erneuerbare Energien, steht plötzlich im Zentrum des Konflikts um Deutschlands fossile Zukunft.
Die Entscheidung des Bundesrats wird zeigen, ob das N05-A-Projekt voranschreitet oder in letzter Minute gestoppt wird. Bei einer Genehmigung würde die Gasförderung trotz Umweltbedenken und Risiken für den Tourismus weiterlaufen. Für Aktivisten wie Evers wird das Ergebnis auch ein Test für die Klimaversprechen der Grünen sein. One-Dyas hingegen ist bereit, die Förderung auszubauen – gestützt auf den Vertrag mit EWE und die Behauptung, das Gas sei emissionsärmer.
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