Braunschweiger Forscher revolutionieren Alzheimer-Diagnostik mit Mini-Laboren auf dem Chip

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Ein altes Buch mit einer Zeichnung eines menschlichen Gehirns auf dem Cover, das Bilder und Text enthält, die Informationen über das Gehirn bereitstellen.Admin User

Braunschweiger Forscher revolutionieren Alzheimer-Diagnostik mit Mini-Laboren auf dem Chip

Neues Forschungsprojekt an der Technischen Universität Braunschweig entschlüsselt Rätsel altersbedingter Hirnerkrankungen

An der Technischen Universität Braunschweig ist ein neues Forschungsvorhaben gestartet, das die Geheimnisse altersbedingter Hirnerkrankungen lüften soll. Unter dem Namen Ing4Life arbeiten Ingenieure, Neurowissenschaftler und Kliniker gemeinsam an der Entwicklung fortschrittlicher Lab-on-a-Chip-Technologien. Diese miniaturisierten Systeme sollen Nervenzellen so untersuchen, dass sich die Diagnose und Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson grundlegend verbessern lässt.

Ing4Life ist Teil des Forschungsschwerpunkts "Engineering for Health" der Universität. Das Projekt verbindet elektrische, optische und mikrofluidische Techniken, um Lab-on-a-Chip-Geräte zu schaffen, die Nervenzellen unter fast natürlichen Bedingungen beobachten, stimulieren und analysieren können. Ziel ist es, Messmethoden zu entwickeln, die präziser und gleichzeitig weniger invasiv sind als heutige Verfahren.

Das Vorhaben verfolgt vier zentrale Ziele: den Bau miniaturisierter Labore für die Nervenzellforschung, die Integration optischer Systeme zur Überwachung und Aktivierung von Zellen, den Aufbau einer Datenbank zum Zellstoffwechsel sowie die Erforschung zellulärer Gleichgewichtsmechanismen – was potenziell neue Biomarker für Krankheiten aufdecken könnte.

Die Zusammenarbeit steht im Mittelpunkt des Projekts. Ing4Life ist an der Universität angesiedelt, arbeitet aber eng mit dem Braunschweiger Zentrum für Systembiologie (BRICS), dem Zentrum für Pharmazeutische Verfahrenstechnik (PVZ), dem Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA) und dem Nitride Technology Center (NTC) zusammen. Zudem sind drei externe Forschungseinrichtungen beteiligt: das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen. Gemeinsam bringen die Partner Expertise aus den Bereichen Ingenieurwesen, Neurowissenschaften, Systembiologie, pharmazeutische Forschung und klinische Praxis ein.

Mit seiner innovativen Lab-on-a-Chip-Technologie will das Ing4Life-Projekt das Verständnis neurodegenerativer Erkrankungen vorantreiben. Durch verfeinerte Messverfahren und die Erforschung zellulärer Prozesse könnten künftig Alzheimer, Parkinson und ähnliche Leiden früher und genauer erkannt werden. Die Ergebnisse der Initiative könnten zudem den Weg für weniger belastende Diagnoseverfahren ebnen.

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