VW im Rechtsstreit: Millionenforderungen nach umstrittenen Kündigungen und Whistleblower-Leaks
VW-Manager fordern Millionen - Rechtsstreit um Kündigungen - VW im Rechtsstreit: Millionenforderungen nach umstrittenen Kündigungen und Whistleblower-Leaks
Volkswagen befindet sich in einem Rechtsstreit mit zwei ehemaligen Führungskräften, bei dem es um Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe, angebliche Verleumdung und umstrittene Kündigungen geht. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Weitergabe vertraulicher Unternehmensdokumente, darunter auch Leaks an die Staatsanwaltschaft und Medien.
Der Streit eskalierte, nachdem Volkswagen nach dem Diesel-Abgasskandal 2015 eine Whistleblower-Stelle eingerichtet hatte. Die Abteilung sollte interne Fehlverhalten aufdecken, doch die Spannungen verschärften sich, als ein Manager interne Prüfberichte zu den Modellen Crafter und Grand California an externe Stellen weitergab. Im Februar 2026 urteilte das Arbeitsgericht Braunschweig, dass diese Weitergaben gegen Vertraulichkeitspflichten verstießen, da die Staatsanwaltschaft nicht als offizielle Meldestelle im Sinne des Hinweisgeberschutzgesetzes gelte.
Das Gericht erklärte die fristlose Kündigung des ersten Managers für unwirksam, da Volkswagen die gesetzliche Frist nicht eingehalten habe. Die Kündigung des zweiten Führungskrafts bestätigte es jedoch mit der Begründung, dass die Weitergabe von Dokumenten an das Landeskriminalamt (LKA) eine schwere Pflichtverletzung darstelle. Volkswagen betont seit Beginn des Verfahrens, dass beide Manager unrechtmäßig gehandelt hätten.
Nun wird das Gericht weitere Beweise sammeln, um die Umstände der Kündigung des zweiten Managers zu prüfen. Beide ehemaligen Führungskräfte fordern von dem Konzern Schadensersatz in Millionenhöhe, was den juristischen Konflikt in die Länge zieht.
Das Urteil unterstreicht die Komplexität des Whistleblower-Schutzes und der unternehmerischen Vertraulichkeit. Volkswagen bleibt bei seiner Position, dass die Manager ihre Pflichten verletzt hätten, während die beiden Ex-Führungskräfte weiterhin auf hohe Entschädigungszahlungen pochen. Der Fall wird in den kommenden Monaten fortgesetzt, während das Gericht zusätzliche Beweise auswertet.
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