Steuerfahnder nehmen Influencer ins Visier – was die Prüfungen zeigen

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Eine alte Werbung für die Germania-Feuer-Versicherungsgesellschaft, die ein zentrales Bild einer Frau und Text über die Dienstleistungen der Gesellschaft zeigt.Admin User

Steuerfahnder nehmen Influencer ins Visier – was die Prüfungen zeigen

Steuerbehörden in ganz Deutschland verschärfen die Prüfung von Social-Media-Influencern, um die korrekte Steuererklärung sicherzustellen. In Niedersachsen untersucht seit 2017 eine spezielle Taskforce entsprechende Fälle, während auch andere Bundesländer wie Berlin und Nordrhein-Westfalen Einnahmen aus Plattformen wie TikTok und Instagram genauer unter die Lupe nehmen. Die Initiative ist Teil der Bemühungen, komplexe Einkommensströme in der digitalen Wirtschaft transparenter zu gestalten.

Das Landesamt für Steuern Niedersachsen richtete bereits 2017 eine Arbeitsgruppe ein, die sich auf "digitale Influencer" konzentriert. Seither hat das Team 258 Prüfungsaufträge an lokale Finanzämter erteilt. Davon wurden 55 Fälle abgeschlossen – in 22 Fällen führten die Prüfungen zu Nachzahlungen in Höhe von insgesamt 276.449 Euro. Bei 33 Fällen gab es keine Beanstandungen, die übrigen 178 werden noch geprüft.

Die Steuerfahnder in Niedersachsen werten Datensätze von großen Social-Media-Plattformen aus und haben tausende Unterlagen aus anderen Regionen erhalten. Ein eigenes Spezialteam für Influencer gibt es im Land jedoch nicht, ebensowenig wie eine gezielte Erfassung nach Standort. Stattdessen wurde das Thema in die Ausbildung neuer Prüfer integriert – mit Workshops und Fallstudien, um die Fachkenntnisse zu stärken.

Bundesweit bleibt unklar, wie viele Influencer seit 2017 überprüft wurden, da die Datenerfassung in den Ländern uneinheitlich ist. Allein Nordrhein-Westfalen analysiert derzeit 6.000 Datensätze, wobei 200 Verfahren laufen. Hamburg plant bis Anfang 2026 rund 140 Kontrollen. Trotz des Fokus auf die Branche betonen Behörden, dass die Quote an Unregelmäßigkeiten bei Influencern nicht höher liege als bei anderen Selbstständigen.

Die größte Herausforderung besteht darin, steuerrelevante Details zu ermitteln, da Influencer ihr Einkommen aus vielfältigen Aktivitäten beziehen. Die Zuordnung zu einzelnen Personen ist oft komplex und erfordert eine sorgfältige Einzelfallprüfung.

Die bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Influencer nicht häufiger Steuern hinterziehen als andere Freiberufler. Mit fortlaufenden Schulungen und Datenanalysen wollen die Behörden ihre Vorgehensweise weiter verfeinern. Im Mittelpunkt steht weiterhin die korrekte Deklaration, während digitale Einnahmequellen weiter wachsen.

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