Hannovers Hauptbahnhof wird bis 2030 für Rekord-Fahrgastzahlen umgebaut
Hannovers Hauptbahnhof wird bis 2030 für Rekord-Fahrgastzahlen umgebaut
Hannovers Hauptbahnhof steht vor einem großen Ausbau, um die steigenden Fahrgastzahlen zu bewältigen. In den vergangenen fünf Jahren ist die Nachfrage stark angestiegen und hat die Kapazitätsgrenzen des Bahnhofs überschritten. Die Deutsche Bahn hat nun erste konkrete Pläne für die Modernisierung des stark frequentierten Verkehrsknotens bis 2030 finalisiert.
Zwischen 2021 und 2025 stieg die Auslastung des Bahnhofs von etwa 85 auf über 110 Prozent. Die Zunahme an Fern- und Regionalzügen führte zu Überfüllung, Engpässen auf den Bahnsteigen und unzureichender Gleiskapazität. Als Reaktion kündigte die Deutsche Bahn im vergangenen Jahr Ausbaupläne an, darunter ein zwölftes Hauptgleis sowie optimierte Bahnsteigkonzepte.
Im Rahmen des Projekts entsteht ein neuer zentraler Bahnsteig mit den Gleisen 15 und 16, der ausschließlich für die S-Bahn-Richtung Lehrte genutzt wird. Dadurch werden bestehende Bahnsteige für den Fernverkehr entlastet. Zudem ermöglichen angepasste Gleisverläufe höhere Einfahrgeschwindigkeiten in den Bahnhof, was die Gesamtkapazität erhöht.
Weitere Verbesserungen umfassen einen neuen Fußgängertunnel in der Nähe der Lister Meile, der die Wege für Reisende verkürzt. Der bestehende Tunnel wird verbreitert, und zusätzliche Treppenanlagen sollen den Zugang zu den Bahnsteigen erleichtern. Außerdem wird im Zuge der Modernisierung ein neues Stellwerk errichtet.
Als kurzfristige Lösung erhält der Knotenpunkt Hannover-Burg größere Weichen, um die Geschwindigkeit und betriebliche Flexibilität zu steigern. Die detaillierte Planung für den vollständigen Ausbau könnte bis etwa 2029 andauern.
Ziel der Maßnahmen ist es, die aktuelle Überlastung zu beheben und den Bahnhof für künftiges Wachstum zu rüsten. Nach Abschluss der Arbeiten wird die erweiterte Infrastruktur mehr Züge und einen reibungsloseren Fahrgastfluss ermöglichen. Das Projekt bleibt auf Kurs für eine Fertigstellung bis 2030.
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